Wer sagte bei uns ist der Winter nicht schön?
Ich möchte euch das Gegenteil beweisen.
Stellt euch vor: Verschneite , ich gebe zu kleine Wälder. Man hat trotzdem das Gefühl der Ruhe, man kann das Wasser in der frostklaren Luft richtig riechen. Ein knacken im Gebälk und husch siehst du ein Reh hinter den Tannen verschwinden.
Ein Strandspaziergang im frischen glitzernden gefrorenen Schnee oder zum Winterende
das Packeis des Boddens, das ist ein einziges wunderschönes Schauspiel.
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Wintergedicht

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

Joseph von Eichendorff (1788 - 1857)

Ich weiß, eigentlich ist dies ein Weihnachtsgedicht, aber ich finde es sehr passend zu diesen Bildern.